Im Rahmen seiner Sommertour besuchte Gesundheitsminister Dr. Magnus Jung das St. Barbara Hospiz in Bous. Einrichtungsleiterin Brigitte Pistorius begrüßte den Minister gemeinsam mit dem Geschäftsführer der cts Altenhilfe, Michael Groß, Mitarbeitenden, Ehrenamtlichen sowie Vertreterinnen und Vertretern des Fördervereins.
Im Mittelpunkt des Besuchs stand der Austausch über die hospizliche Arbeit und die besondere Bedeutung einer professionellen, zugewandten Begleitung von Menschen in ihrer letzten Lebensphase. Drei Ehrenamtliche berichteten eindrücklich von ihren Erfahrungen im Hospizalltag. Sie erzählten von Begegnungen mit Gästen, von Gesprächen, Nähe, Wertschätzung und davon, wie schnell persönliche Anknüpfungspunkte entstehen können. „Darf ich nochmal wiederkommen?“ fragte ein Ehrenamtlicher nach seinem ersten Besuch. Die Antwort eines Gastes lautete: „Du musst!“ Ein Satz, der deutlich macht, wie wertvoll diese Begleitung für beide Seiten ist.
Auch die Begleitung der Angehörigen wurde thematisiert. Der Kontakt endet oft nicht mit dem Tod eines Gastes. Viele Angehörige erleben die Verbindung zum Hospiz auch darüber hinaus als tröstlich und unterstützend.
Gesundheitsminister Dr. Jung betonte, wie wichtig die Frage sei, wie Menschen am Ende ihres Lebens behandelt und begleitet werden. Hospize leisteten hier einen unverzichtbaren Beitrag.
Ein weiterer Schwerpunkt des Besuchs war die Arbeit des Fördervereins. Die Vorsitzende Gisela Rink erläuterte gemeinsam mit weiteren Engagierten, dass das Hospiz jährlich rund 80.000 Euro an Spenden erwirtschaften muss. Dabei unterstützt der Förderverein zum Beispiel mit Spendenaktionen, um Angebote und Ausstattungen, die über die reguläre Finanzierung nicht abgebildet werden können und den Gästen am Lebensende ein gutes, würdevolles Leben ermöglichen. Dazu gehören beispielsweise kleine Kühlschränke in den Zimmern, besondere Anschaffungen oder auch der regelmäßige Besuch eines Therapiehundes.
Deutlich wurde auch: Hospizarbeit bedeutet nicht nur Begleitung im Sterben, sondern vielmehr das Leben bis zuletzt. Ehrenamtliche, Mitarbeitende und Unterstützende tragen dazu bei, Ängste vor dem Sterben und vor dem Hospiz abzubauen und als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in die Gesellschaft hineinzuwirken – unter anderem durch Besuche in Schulen.
Geschäftsführer Michael Groß sprach zudem aktuelle Herausforderungen an, darunter das Thema Hitzeschutz. Auch die begrenzte Zahl an Hospizplätzen wurde thematisiert. Mit zehn Plätzen ist das St. Barbara Hospiz immer wieder mit Wartelisten konfrontiert.
Der Besuch von Minister Dr. Jung war geprägt von Offenheit, Wertschätzung und einem intensiven Austausch über die Bedeutung hospizlicher Arbeit. Er machte sichtbar, wie viele Menschen gemeinsam dazu beitragen, Gästen im St. Barbara Hospiz Würde, Nähe und Lebensqualität bis zuletzt zu schenken.
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